Dez
10
2009

Nachhaltigkeitsfonds mit Ethik und Moral.

Bei der Geldanlage in Fonds sind die Ziele meist renditegetrieben, wobei ethische und moralische Aspekte schon mal auf der Strecke bleiben. Nicht so mit den Nachhaltigkeitsfonds. Sie werden auch Ethikfonds genannt.

Nachhaltigkeit
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Investoren und Geldanleger möchten zunächst Geld anlegen, um Rendite zu erwirtschaften. Insbesondere bei den Investmentfonds bleibt dabei so manche ethische oder moralische Vorstellung bzw. Einstellung außen vor. Investiert wird auch in Unternehmen, die moralische bedenkliche Vorgehensweisen an den Tag legen. Ein neuer Trend sind die sogenannten Nachhaltigkeitsfonds, die in Fachkreisen auch als Ethikfonds oder als Ökofonds bezeichnet werden. Sie berücksichtigen genau, wie welche Unternehmen agieren und ob moralische und ethische Aspekte ausreichend berücksichtigt werden. Neben den finanzmarktbedingten Faktoren und Maßstäben, werden zunehmend ethische, moralische und ökologische Aspekte betrachtet, bevor der Fond sich für oder gegen ein Investitionsobjekt entscheidet. Nachhaltigkeitsfonds verbreiten sich zunehmend und können nicht mehr als Nischenprodukt bezeichnet werden. Insbesondere vor dem Hintergrund des Klimaschutzes und des Umweltschutzes sind einige Investmentfonds entstanden, die entsprechende Aspekte berücksichtigen und dadurch auch anziehend auf die Investoren wirken. Die Anlageschwerpunkte bei den Nachhaltigkeitsfonds werden anders ausgewählt als bei herkömmlichen Investmentfonds. Dieser Umstand macht diese Kategorie von Investmentfonds so neu und attraktiv. Die Investition bzw. die Geldanlage an sich unterscheidet sich nicht von herkömmlichen Investmentfonds. Im Vorfeld werden in Frage kommende Unternehmen nach einem vorgefertigten Schema bewertet, so dass ein Ranking entsteht. Anhand der Auswertung kann entschieden werden, welche Unternehmen in den jeweiligen Nachhaltigkeitsfonds aufgenommen werden und welche nicht. Der Markt dafür ist noch recht jung, so dass der Großteil der Nachhaltigkeitsfonds noch jünger als fünf Jahre alt ist. Die Anzahl der Anleger für diesen speziellen Bereich steigt allerdings zunehmend. Häufige Ausschlusskriterien sind Unternehmen, die in der Alkoholindustrie, in der Waffenindustrie, im Bereich der Kernenergie oder als Glücksspielbetreiber tätig sind. Dabei liegen die unmoralischen und wenig ökologischen Hintergründe auf der Hand. Aber auch personalpolitische Vorgehensweisen oder innerbetriebliches Umweltmanagement oder soziales Engagement können ein entscheidendes Kriterien sein, das dafür sorgt, dass diese Unternehmen nicht für Investitionen durch Nachhaltigkeitsfonds in Frage kommen.