Fremdwährungskredit – eine neue Form der Kreditaufnahme
Ein Kredit in einer anderen Währung nennt sich Fremdwährungskredit. Wechselkursveränderungen können die Last des Kredites vergrößern oder auch verkleinern.

Die Tilgung eines Fremdwährungskredits findet monatlich oder aber in einem Betrag am Ende der Laufzeit statt. Dabei ist die endfällige Tilgung idealer, weil der Kreditnehmer durch den niedrigen Kreditzins gegenüber den hohen Guthabenzinsen eine zu seinen Gunsten stattfindende Zinsdifferenz erreicht. Dies ermöglicht dem Kreditnehmer, am Ende der Laufzeit einen meist kleineren Betrag als den geliehenen zurückzuzahlen.
Bevor man einen Fremdwährungskredit aufnimmt, sollte man sich als Kreditnehmer fundierte Kenntnisse über finanzwirtschaftliche Zusammenhänge aneignen. Denn diese Kreditform setzt ein deutlich höheres Wissen als deutsche Kredite voraus. Notwendig ist es auch, sich während der gesamten Laufzeit mit Entwicklungen in der Wirtschaft und den daraus folgenden Währungskursveränderungen zu beschäftigen. Bei einer Endtilgung braucht man sich nur zum Ende der Laufzeit um den Währungsstand zu kümmern, da der Betrag in einer Summe zurückgezahlt werden soll. Üblicherweise wird beim Fremdwährungskredit der Euro als Ausgangs- oder Basiswährung angenommen. Man sollte auch wegen der steigenden und fallenden Wechselkurse in eine Währung konvertieren, die einen niedrigen Wechselkurs hat.
Vorteile eines Fremdwährungskredits können niedrige Kreditzinsen in der Fremdwährung sein. Auch Kursveränderungen können zu möglichen Währungsgewinnen führen. Nachteile gibt es durch das Risiko, dass sich der Schuldendienst erhöht, weil die Fremdwährung gestiegen ist. Wurde eine variable Zinsvereinbarung getroffen, besteht das Risiko darin, dass die Zinsen in der Fremdwährung steigen, was aber bei einem Fremdwährungskredit kein typisches Risiko ist. Durch den Währungswechsel können höhere Kosten entstehen und eventuell muss man sich ein weiteres Konto zulegen, welches auch noch zu weiteren Kosten führen kann.