Nov
20
2010

Die doppelte Buchführung: Übersicht und Grundlagen

Das betriebliche Rechnungswesen gliedert sich in vier Teilbereiche: Buchführung, Kosten- und Leistungsrechnung, Statistik und Planungsrechnung. Die Buchführung ist das Herzstück, denn sie liefert das Zahlenmaterial.

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Zu Beginn eines Geschäftsjahres muss die Eröffnungsbilanz erstellt werden. Zuerst müssen dafür die Vermögens- und Schuldenwerte des Unternehmens ermittelt werden. Dazu dient als Bestandsaufnahme die Inventur. Aus den ermittelten Werten wird das Inventarverzeichnis erstellt, welches wiederum die Grundlage für die Eröffnungsbilanz ist.

Die Bilanz gliedert sich in Aktiva und Passiva. Auf der Aktiva sind die Vermögenswerte des Unternehmens aufgezeichnet, die sich in das Anlagevermögen und in das Umlaufvermögen unterteilen. Auf der Passiva finden wir das Fremdkapital und das Eigenkapital.

Aus den Positionen der Bilanz ergeben sich die aktiven und die passiven Bestandskonten. Diese haben einen festgelegten Aufbau. Die Seiten eines Kontos heißen immer Soll und Haben. Bei einem aktiven Konto stehen der Anfangsbestand und die Zugänge immer im Soll und die Abgänge und der Schlussbestand im Haben. Bei den passiven Konten ist das umgekehrt.

Täglich verändern sich die Werte der Bilanz durch die Tätigkeit des Unternehmens. Es wird z.B. Ware eingekauft, Kredite abgezahlt oder Ware verkauft. Diese sogenannten Geschäftsfälle werden auf den entsprechenden Konten gebucht. Der allgemeine Buchungssatz lautet Soll an Haben. Zur Veranschaulichung ein kleines Beispiel: Es wird ein Lkw für die Firma gekauft und bar bezahlt. Es verändern sich die Positionen Fuhrpark, dieser wird mehr, und Kasse, diese wird weniger. Der Buchungssatz würde lauten Fuhrpark an Kasse. Dieses System heißt doppelte Buchführung, da immer auf 2 Konten gebucht wird.