TFT Bildschirme günstig wie nie zuvor
Die große Auswahl an Monitore und der ständige technische Fortschritt, lassen die Preise purzeln

Doch bis hierhin war es ein weiter Weg. George William Gray und sein Team an der Universität Hull in Kingston up Hull in Großbritannien haben bereits ab 1960 an einer flüssigkristallinen Verbindung geforscht, die den hohen Anforderungen an LCDs genügen sollte. Besonders das Temperaturverhalten und die Festigkeit der Kristalle stellten die Forscher vor einige Herausforderungen. Acht Jahre später wurde der erste funktionierende LCD entwickelt. Dies war die Geburtsstunde der LCD Technik.
Doch vier Jahrzehnte brauchte es noch, bis die zunächst teuren Flachbildschirme die konventionellen Bildschirme ablösten und TFT Bildschirme günstig wurden. Der Grund, warum die Flachbildschirme lange Zeit eine größere Investition waren, erklärt sich aus der unterschiedlichen Produktionsweise: Für jeden Bildpunkt auf dem Display sind je drei Transistoren notwendig, die den Farbpunkt mischen. Bei einer LCD-Auflösung von 1024 x 768 Bildpunkten ergibt das 786.432 Transistoren pro Farbe, mal drei macht 2.359.296 Bildpunkte.
Hier lag die Erklärung für den hohen Ausschuss bei der TFT-Produktion: TFT-Displays werden aus einer einzigen Folie heraus gestanzt. Notwendig dabei ist eine Fläche mit komplett intakten, funktionierenden Bildpunkten. Das bedeutet: Bei über zwei Millionen benötigten Bildpunkten ist schnell ein nicht funktionsfähiger Transistor dabei. Und wenn nur ein Transistor ausfällt, ist der gesamte Bildpunkt defekt, denn die Farbe stimmt an dieser Stelle nicht mehr. Der hohe Produktionsausschuss erklärte den hohen Preis der funktionstüchtigen Displays.
Heute sind die Produktionsmöglichkeiten in der TFT-Branche nicht mehr zu vergleichen mit den anfänglichen "Kinderkrankheiten", sodass großformatige TFT Bildschirme günstig zu haben sind. Auch großflächige Modelle ab 20" bekommt man schon unter der magischen 200 Euro- Grenze.